Forschungsprojekte

„Wenn das Netz zum Alptraum wird“ - ein Praxisforschungsprojekt zu Unterstützungsangeboten der Jugendhilfe in der Bearbeitung von Cybermobbing-Konflikten

 

Forschungsdesgin:

qualitative Studie mit einer Triangulation von Gruppendiskussionen, Interviews und teilnehmender Beobachtung


Laufzeit:

April 2013 – September 2014


Ziel des Praxisforschungsprojekts ist es:

• Erstens empirisches Grundlagenwissen zu generieren im Hinblick auf die Forschungsfrage, wann sich von Cybermobbing betroffene Jugendliche an welche AnsprechpartnerInnen wenden und wie sie die entsprechenden Unterstützungsangebote der Jugendhilfe dabei erleben.

• Zweitens ein Handlungsmanual für Fachkräfte der Jugendhilfe zu entwickeln, das darauf ausgerichtet ist, Angebote in der Bearbeitung von Cybermobbing-Konflikten zielgruppengerecht zu gestalten. Im Rahmen von eintägigen MultiplikatorInnenschulungen sollen Inhalte des Manuals, medienpädagogisch aufbereitet, vermittelt werden und damit in die Beratungspraxis und die Gestaltung von Interventionsstrukturen einfließen.

• Drittens didaktisches Material auszuarbeiten um die Kompetenzen Jugendlicher im konstruktiven Umgang mit Online-Konflikten zu stärken, diese einzuordnen und ggf. Unterstützungsangebote wahrnehmen zu können

Eckpunkte des Projektdesigns:

Das Projektdesign sieht eine Triangulation qualitativer Methoden vor, um so

• kollektiv geteilte Bewertungshorizonte von Jugendlichen im Hinblick auf Umgangsformen mit Cybermobbing-Konflikten herauszuarbeiten (Gruppendiskussionen, n=6)

• das individuelle Erleben Jugendlicher in der Bearbeitung von Online-Konflikten mit der Inanspruchnahme von Unterstützungsangeboten der Jugendhilfe zu erfassen(teilnarrative Einzelinterviews, n=15)

• das auf empirischer Basis erarbeitete Handlungsmanual von Fachkräften der Jugendhilfe im Rahmen systematisierender Experteninterviews (n=5) zu kommentieren und damit weiterentwickeln zu lassen

• eine zielgruppengerechte praktische Arbeitshilfe zu konzipieren, die zur Kompetenzstärkung Jugendlicher im Umgang mit Cybermobbing-Konfliken beiträgt

Pädagogische Fachkräfte der Jugendhilfe als Multiplikator/innen zu schulen, d.h. Inhalte des Manuals werden medienpädagogisch aufbereitet, vermittelt und fließen so in die Beratungspraxis bzw. die Gestaltung von Unterstützungsstrukturen ein