Der Fachbereich Medienpädagogik

Der methodische Schwerpunkt des Fachbereichs Medienpädagogik liegt in der aktiven, handlungsorientierten Medienarbeit. Die medienpädagogischen Projekte richten sich an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Alle Produkte, wie z.B. Hörfunkbeiträge, Videofilme, Computer- und Multimedia-Produktionen werden von den TeilnehmerInnen selbst erarbeitet. Sie erwerben die Fähigkeit, selbständig über das jeweilige Medium zu kommunizieren.

Im Zentrum steht die inhaltliche Auseinandersetzung mit den eigenen Anliegen über die Medien Hörfunk, Video und PC. Ziel ist Medienbildung im Sinne eines bewussten und selbstbestimmten Umgangs mit Informations- und Kommunikationstechnologien sowie der Ausbau kooperativer Arbeitsformen, sowie sozialer, kultureller und kommunikativer Kompetenzen.


Die Hörspielredaktion des Wissenschaftlichen Instituts des Jugendhilfswerks Freiburg e.V. erstellt Rezensionen bekannter Hörspiele und fällt dabei vor allem durch eins auf: die enorm selbstständige Vorgehensweise der 11- und 12-jährigen Redakteure beim Erstellen der Hörspielrezensionen.
Dies betrifft nicht nur die reinen Produktionsschritte der Radioarbeit, sondern auch die Analyse der Hörspiele selbst. Dabei geht die Redaktion auf alle wichtigen Aspekte ein, die bei der Hörspielproduktion eine Rolle spielen: Sprecher, Musik, Geräusche und Inhalt. Außerdem sorgen die Kinder für Abwechslung, indem sie Sequenzen aus den Originalhörspielen einbauen.
Die Rezensionen sind nicht nur inhaltlich und medial gut gelungen, sondern transportieren vor allem eins:
Den Wunsch Weiterzuhören!


Soziale und integrative Dimension von Medien als alltägliche Erlebnis-, Erfahrungs- und Handlungsräume


Wie die Medien insbesondere bei Kindern und Jugendlichen über die Auseinandersetzung und Reflexion aktueller Ereignisse, der Vermittlung von Sprache, Werten und Normen und der Kultivierung von Vorstellungen über die soziale Realität zur Orientierung, Meinungsbildung und Herausbildung einer eigenen Identität beitragen, sind zentrale Themen, mit denen sich der Fachbereich Medienpädagogik auseinander setzt.

Daneben ist Medienkompetenz, insbesondere der sinnvolle, aber auch kritische Umgang mit der Medienvielfalt mehr denn je ein Thema und wird in Gesellschaft, Schule und Politik intensiv diskutiert.

Dennoch ist die Teilhabe an der Mediengesellschaft bis heute nicht für alle gesellschaftlichen Gruppen gleichermaßen gegeben. Laut PISA ist in Deutschland das Bildungsniveau eng an die soziale Herkunft gekoppelt: „In punkto Chancengleichheit hat Deutschland noch große Defizite abzubauen“, heißt es in der Erklärung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Bildungsstand und Zugehörigkeit zu einer sozialen Schicht prägen maßgeblich den Umfang und die Art der Mediennutzung. Die Herkunftskultur setzt zusätzliche Akzente. Im Alltag fungieren Medien als Erlebnis-, Erfahrungs- und Handlungsräume und tragen maßgeblich zur Chancengleichheit und Partizipation in der Gesellschaft bei. Insbesondere unter diesem Aspekt entscheidet sich, ob Medien Integration positiv beeinflussen und Benachteiligung und Ausgrenzung überwinden.